Sticky Notes sind noch keine Strategie

Studio-Kosmetik Monteiro beschreibt eine Szene, die man kennt, ohne sie geliebt zu haben: Strategie, die in bunte Sticky Notes übersetzt wird, Heterogenität im Studio, ein «kreativer Blitz». Design wird akzeptabel gemacht, indem man die harten Dimensionen weglässt: Paradox, Framing, interne und externe Konsistenz eines Strategie-Frameworks.

Was unter der Oberfläche bleibt Unter der Oberfläche, so Monteiro, liegen Strategieprobleme als Designprobleme: ill-defined, mit widersprüchlichen Stakeholder:innen, mit einem Paradox als Auslöser. Design als Meta-Capability – Lernen, Kollaboration, Prozess-Redesign, strategische Gespräche – bleibt unsichtbar, wenn nur die Wand leuchtet. Framework heisst dort: vorläufiges Wirkprinzip plus zentrale These, dann Iteration. Nicht die Wand aus Notizen.

Acceptability-Tax Die Gefahr ist Trivialisierung: Enthusiasmus für Designfragen wird so glatt, dass er seinen Sinn verliert. Zwischen dem Atelier und dem Boardroom entsteht eine Acceptability-Tax – man zahlt Akzeptanz mit Substanz. Ein Probe-Modus wäre das Gegenteil: Sprache vor Spec, Paradox sichtbar halten, statt Design Thinking als Studio-Kosmetik zu verkaufen.

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